WIR BRINGEN WASSERSTOFF AUF DIE SCHIENE - EIN VERBUNDPROJEKT VON
ImageENERTRAG - Eine Energie voraus
Niederbarnimer Eisenbahn AG
Kreiswerke Barnim
Steinbach: Projekt H2BAR ist Paradebeispiel der Sektorkopplung

Steinbach: Projekt H2BAR ist Paradebeispiel der Sektorkopplung

Minister überreichte heute Zuwendungsbescheide über nahezu 9,2 Millionen Euro

Eberswalde. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat heute drei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt nahezu 9,2 Millionen Euro für das Vorhaben H2BAR übergeben. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens wird ein erstes regionales Cluster im Bereich grüner Wasserstoffmobilität in Nord-Ost-Brandenburg realisiert. Steinbach bezeichnete H2BAR als „ein Paradebeispiel der Sektorkopplung“, mit dem die Energiewende kräftig vorangetrieben werde. Der Minister setzt sich seit Jahren für das hürdenreiche Projekt zur Umstellung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Heidekrautbahnlinie auf Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge ein.

Minister Steinbach: „Brandenburg treibt mit seinen innovativen Unternehmen die Energiewende aktiv voran und das nicht nur im Stromsektor, sondern auch bei der Mobilität. Bereits seit der Jahrtausendwende ist Brandenburg eine führende Energieregion beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Gestaltung der neuen Energiewelt. Seit rund einem Jahrzehnt treiben Unternehmen und Landesregierung auch die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität sowie die Power-to-X-Technologien voran. Das Heidekrautbahn-Projekt verdeutlicht, wie die für die Energiewende so wichtige Sektorenkopplung in der Mobilität funktionieren kann. Ich bin überzeugt, dass Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zukünftig eine entscheidende industriepolitische Wirtschaftskraft entfalten werden.“

Was umfasst das Projekt H2BAR? Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) plant die Umstellung des Zugbetriebs auf der Streckenführung der Heidekrautbahn (RB 27) auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Triebzüge. Außerdem sollen Busse und Abfallsammelfahrzeuge auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden. Zudem wird der für dieses integrierte Sektorenkopplungsvorhaben benötigte Wasserstoff zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen und regional erzeugt werden. Bereitgestellt wird der Wasserstoff über eine neu zu errichtende Tankstelleninfrastruktur. Um einen reibungslosen Betrieb der Fahrzeuge auf der Schiene und der Straße zu gewährleisten, werden zudem Werkstätten umgerüstet und ergänzt.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben H2BAR belaufen sich auf rund 110 Millionen Euro. Über Richtlinien des Bundes wird das Vorhaben mit rund 25 Millionen Euro unterstützt. Hinzu kommt eine Landes-Kofinanzierung über den Zukunftsinvestitionsfond (ZiFoG) in Höhe von voraussichtlich bis zu 20 Millionen Euro. Minister Steinbach hat davon heute drei Förderbescheide in Höhe von 9,2 Millionen Euro überreicht.

Rund 5,6 Millionen Euro erhält die Enertrag Energiewerk Barnim GmbH & Co. KG für die Errichtung eines Wasserstoffwerkes und einer Tankstelle zum Aufbau einer regionalen H2-Versorgung. Auf gut 3,3 Millionen Euro beläuft sich der Zuwendungsbescheid für die Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH (BEBG), um eine Tankstelle zur Versorgung von Schienen- und Straßenfahrzeugen mit erneuerbarem Wasserstoff zu errichten. Und rund 250.000 Euro bekommt für Barnimer Busgesellschaft mbH, um zwei Arbeitsstände für die Wartung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge in ihren Werkstatthallenneubau zu integrieren.

Wer ist am Projekt H2BAR beteiligt?
Partner von H2BAR sind: die Niederbarnimer Eisenbahn-AG, deren Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH den Zugbetrieb auf der Heidekrautbahn (RB27) sowie zehn weiteren Regionalbahnlinien in sieben
Brandenburger Landkreisen durchführt, die ENERTRAG SE, die landkreiseigene Unternehmensgruppe Kreiswerke Barnim GmbH (KWB), die ebenfalls landkreiseigene Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG), das Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum der BTU Cottbus-Senftenberg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), die das Pilotprojekt wissenschaftlich begleiten, und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

 

Download

Hier können Sie sich die Pressemitteilung im PDF Format herunterladen